Butz
„Butz“ bedeutet „Verkleideter“ oder „Vermummter“. Sogar den Ausdruck „verbutzen“ kennen ältere Prattler noch. Ursprünglich war es die Bezeichnung für den ganzen Heischezug. Später wurde der Butz personifiziert und es entstand eine Maske aus der Kombination zweier Traditionen aus alten Zeiten.
1. Am Rhein sind Bräuche bekannt, in denen Strohpuppen, die als Tote (Butz ) erschienen, den Bewohnern der Dörfer einen Schrecken einjagten und diese sich dann mit einem Lösegeld „freikaufen“ konnten.
2. Umzüge in denen der Bacchus, der römische Weingott auf einem Fässchen sitzend, gezeigt wurde. Die Butz-Erneuerungsgruppe entschied sich nach intensiven Recherchen, den Bacchus als Grundidee beizubehalten, diesem aber ein Prattler Kennzeichen zu geben. So entstand der Prattler Butz, der als Bacchus in der Baselbieter Tracht sein Fässli hütet. Man sieht ihm an, dass ihm der Prattler Rebensaft mundet. Der neue Bacchis ist eine Puppe in Anlehnung an den Totenbrauch und aus praktischen Gründen; kein Darsteller mehr muss frierend und sich langweilend auf dem Wagen sitzen.